Rettung des Perlfisch

Der Österreichische Unterwassernaturschutz setzt sich für die Rettung des Perlfisches ein.

Auf Grund des stark beschränkten Vorkommens des Perlfisches in wenigen Gewässern Österreichs und Bayerns, zählt dieser nicht nur in Österreich zu den „Rote- Listen-Arten“, also zu den vom Aussterben bedrohten Fischen, sondern gilt auch nach der „Roten Liste“ der IUCN (World Konservation Union; Internationale Naturschutz-Union) als stark gefährdet. Der Perlfisch ist auch nach der entsprechenden Flora-Fauna- Habitat- Richtlinie der Europäischen Union eine besonders geschützte Art.

Der Perlfisch hat seinen Namen vom perlförmigen Laichauschlag, denn er zur Laichzeit hat.


Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union sind für unser Land unter anderem zwei EU-Richtlinien bezüglich Naturschutz wirksam geworden (Vogelschutz-Richtlinie, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie). Ein wesentliches Ziel ist die Schaffung eines europaweiten Schutzgebietssystems mit einheitlichen Kriterien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und für seltene Lebensräume. Das Trauntal zwischen Gmunden und Wels
zählt zu den bedeutendsten Europaschutzgebieten Oberösterreichs.

Der Perlfisch wird von der Europäischen Union im Anhang II der FFH-Richtlinie geführt und gilt als sehr schützenswert.

Das Ökosystem rund um die Traun als Herzstück, beheimatet eine vielfältige Vogelwelt. Schillernde Eisvögel, den Großinsekten jagenden Baumfalken, Flussuferläufer und die extrem seltene Schellente kann man hier, in ihren Lebensräumen beobachten. Unterwasser tummeln sich verschiedenste Wildfischarten wie die Äsche (Schutzgut Anhang II) oder der Schneider. An den Schotterbänken und angrenzenden Augebieten leben höchst seltene Lebewesen. Prachtlibellen, Gelbbauchunken und Kammmolche fühlen sich hier wohl. Der Schutzgut Wald, mit seinen besonderen Pflanzen, quillt im Spätsommer über mit reifen Früchten seltener, heimischer Sträucher, die Nahrungsquelle für Menschen und Tiere sind. Die Traun Au ist neben den Bäumen und Sträuchern ein Refugium von Orchideen und besondere Alpenpflanzen.

Weltweit ist die Traun das einzige Fließgewässern und Schutzgebietssystems in dem der Perlfisch heimisch ist, auch dieser ist akut vom Aussterben bedroht. Wir fordern daher absolute Priorität für unser Naturerbe „Perlfisch“ in diesem Bereich.

Perlfische bekommen eine recht beachtliche Grösse, von bis zu 70 cm


Erledigt:

Der Landesfischereiverband hat den Perlfisch in seiner Schonzeitverordnung ganzjährig geschont, somit geht vom Angler keine Gefahr aus.
 Die Kraftwerksbetreiber haben in diesem Abschnitt Organismen Wanderhilfen installiert.

Offen:

Die begonnene Renaturierung in diesem Bereich wurde seitens Landesregierung wieder gestoppt, wir fordern die Wiederaufnahme.

Weitere offene Themen sind:

Warmwassereinleitungen, Beschattung, Verbauung, fehlendes Geschiebe und, fehlende
Strukturen wie, Totholz.

Neben den Klimawandel, Verbauungen, fehlende Strukturen hat der Perlfisch hat folgende Fressfeinde die an der Spitze der Nahrungskette stehen: Fischotter, Kormoran, Gänsesäger, Fischreiher, Große Hechte.

Weitere Informationen:

OÖ Landesfischereiverband – Fischarten – Perlfisch

Wikipedia – Perlfisch

Atterwiki – Perlfisch

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